Frage 292: Die Menschen in Deutschland leben nach dem Grundsatz der religiösen Toleranz. Was bedeutet das?
Die richtige Antwort auf Frage 292 des Einbürgerungstests lautet: „Jeder kann glauben, was er möchte.“ (Antwort C).
Erklärung: Warum diese Antwort richtig ist
Religiöse Toleranz bedeutet: Jeder kann glauben, was er möchte.
Die Grundlage ist Artikel 4 des Grundgesetzes: „Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich." Geschützt ist damit dreierlei: an eine Religion zu glauben, die Religion zu wechseln und gar nicht zu glauben. Auch Atheisten und Konfessionslose sind von der Religionsfreiheit erfasst.
Deutschland ist dabei weltanschaulich neutral: Es gibt keine Staatsreligion, der Staat bevorzugt keine Glaubensgemeinschaft und schreibt niemandem einen Glauben vor. Kirchen, Moscheen, Synagogen und Tempel dürfen gebaut werden. Die Grenze der Religionsfreiheit liegt dort, wo Gesetze verletzt oder die Rechte anderer beeinträchtigt werden.
Die anderen Antworten sind falsch: Moscheebauten sind erlaubt, nicht alle Menschen glauben an Gott – und gerade das ist zulässig –, und der Staat entscheidet über den Glauben niemals mit.
Einordnung im offiziellen Fragenkatalog
Frage 292 ist die 177. von 184 Fragen im Themenbereich Staat & Ordnung und gehört zu den 300 allgemeinen Fragen des offiziellen Gesamtfragenkatalogs, aus denen 30 Ihrer 33 Prüfungsfragen zufällig ausgewählt werden.