Frage 211: Welcher Politiker steht für die "Ostverträge"?
Die richtige Antwort auf Frage 211 des Einbürgerungstests lautet: „Willy Brandt“ (Antwort B).
Erklärung: Warum diese Antwort richtig ist
Für die „Ostverträge" steht Willy Brandt. Als Bundeskanzler von 1969 bis 1974 verfolgte er eine neue Ostpolitik unter dem Leitsatz „Wandel durch Annäherung". Die Verträge mit der Sowjetunion und Polen (1970), das Viermächteabkommen über Berlin (1971) und der Grundlagenvertrag mit der DDR (1972) normalisierten die Beziehungen zum Ostblock und erkannten faktisch die Nachkriegsgrenzen an – insbesondere die Oder-Neiße-Grenze zu Polen.
Die Verträge waren innenpolitisch heftig umstritten, brachten aber praktische Erleichterungen: mehr Reisemöglichkeiten, Familienzusammenführungen und Besuchsregelungen. 1971 erhielt Brandt den Friedensnobelpreis.
Die anderen Politiker stehen für anderes: • Helmut Kohl – „Kanzler der Einheit", Wiedervereinigung 1990. • Ludwig Erhard – soziale Marktwirtschaft und Wirtschaftswunder. • Michail Gorbatschow – sowjetischer Staatschef, dessen Reformen Glasnost und Perestroika die Wende 1989 mit ermöglichten.
Einordnung im offiziellen Fragenkatalog
Frage 211 ist die 106. von 184 Fragen im Themenbereich Staat & Ordnung und gehört zu den 300 allgemeinen Fragen des offiziellen Gesamtfragenkatalogs, aus denen 30 Ihrer 33 Prüfungsfragen zufällig ausgewählt werden.