Frage 210: Was ereignete sich am 17. Juni 1953 in der DDR?
Die richtige Antwort auf Frage 210 des Einbürgerungstests lautet: „landesweite Streiks und ein Volksaufstand“ (Antwort B).
Erklärung: Warum diese Antwort richtig ist
Am 17. Juni 1953 kam es in der DDR zu landesweiten Streiks und einem Volksaufstand. Auslöser war die Erhöhung der Arbeitsnormen um zehn Prozent – faktisch eine Lohnkürzung. Die Bauarbeiter der Ost-Berliner Stalinallee legten die Arbeit nieder, und innerhalb eines Tages weitete sich der Protest auf über 700 Orte aus. Aus wirtschaftlichen Forderungen wurden schnell politische: freie Wahlen und deutsche Einheit.
Sowjetische Panzer schlugen den Aufstand nieder; es gab Dutzende Tote und zahlreiche Verhaftungen. In der Bundesrepublik war der 17. Juni bis 1990 Nationalfeiertag.
Die anderen Antworten sind falsch: Der Beitritt zum Warschauer Pakt erfolgte 1955, der erste SED-Parteitag fand 1946 statt, und ein Besuch Fidel Castros hat mit diesem Datum nichts zu tun.
Merkhilfe: 17. Juni 1953 – der erste große Volksaufstand im Ostblock, noch vor Ungarn 1956 und Prag 1968.
Einordnung im offiziellen Fragenkatalog
Frage 210 ist die 34. von 38 Fragen im Themenbereich Geschichte und gehört zu den 300 allgemeinen Fragen des offiziellen Gesamtfragenkatalogs, aus denen 30 Ihrer 33 Prüfungsfragen zufällig ausgewählt werden.