Frage 140: Was macht eine Schöffin/ein Schöffe in Deutschland? Sie/Er ...
Die richtige Antwort auf Frage 140 des Einbürgerungstests lautet: „entscheidet mit Richterinnen/Richtern über Schuld und Strafe.“ (Antwort A).
Erklärung: Warum diese Antwort richtig ist
Eine Schöffin oder ein Schöffe entscheidet gemeinsam mit Berufsrichterinnen und Berufsrichtern über Schuld und Strafe. Schöffen sind ehrenamtliche Richter ohne juristische Ausbildung. In der Hauptverhandlung haben sie das gleiche Stimmrecht wie die Berufsrichter – eine Verurteilung gegen die Stimmen beider Schöffen ist nicht möglich.
Der Sinn: Laien bringen Lebenserfahrung und die Perspektive der Bevölkerung in die Rechtsprechung ein. Das Schöffenamt ist ein Ehrenamt mit Pflichtcharakter – wer gewählt wird, kann nur aus wichtigem Grund ablehnen. Gewählt wird für fünf Jahre aus Vorschlagslisten der Gemeinden.
Die anderen Antworten beschreiben andere Berufe: • Rechtlichen Rat geben und verteidigen – Aufgabe der Rechtsanwältin oder des Rechtsanwalts. • Urkunden ausstellen – Aufgabe der Notarin oder des Notars beziehungsweise von Standes- und Bürgerämtern.
Einordnung im offiziellen Fragenkatalog
Frage 140 ist die 71. von 184 Fragen im Themenbereich Staat & Ordnung und gehört zu den 300 allgemeinen Fragen des offiziellen Gesamtfragenkatalogs, aus denen 30 Ihrer 33 Prüfungsfragen zufällig ausgewählt werden.