Frage 66: Welche Städte haben die größten jüdischen Gemeinden in Deutschland?
Die richtige Antwort auf Frage 66 des Einbürgerungstests lautet: „Berlin und München“ (Antwort A).
Erklärung: Warum diese Antwort richtig ist
Die größten jüdischen Gemeinden in Deutschland haben Berlin und München. Insgesamt leben heute wieder rund 100.000 Menschen in jüdischen Gemeinden in Deutschland – die Zahl wuchs vor allem seit den 1990er Jahren durch die Zuwanderung jüdischer Kontingentflüchtlinge aus der ehemaligen Sowjetunion deutlich an.
Vor 1933 lebten etwa 500.000 Jüdinnen und Juden in Deutschland. Der Holocaust vernichtete dieses Leben fast vollständig; dass heute wieder jüdische Gemeinden bestehen, Synagogen gebaut und jüdische Schulen eröffnet werden, ist alles andere als selbstverständlich.
Die anderen Städtepaare haben kleinere Gemeinden. Worms und Speyer sind allerdings historisch hochbedeutend: Zusammen mit Mainz bildeten sie im Mittelalter die „SchUM-Städte", ein Zentrum jüdischer Gelehrsamkeit in Europa und heute UNESCO-Welterbe.
Auch diese Frage gehört zu den 2024 ergänzten Fragen zu jüdischem Leben in Deutschland.
Einordnung im offiziellen Fragenkatalog
Frage 66 ist die 37. von 184 Fragen im Themenbereich Staat & Ordnung und gehört zu den 300 allgemeinen Fragen des offiziellen Gesamtfragenkatalogs, aus denen 30 Ihrer 33 Prüfungsfragen zufällig ausgewählt werden.