Frage 206: Woran erinnern die sogenannten „Stolpersteine“ in Deutschland?
Die richtige Antwort auf Frage 206 des Einbürgerungstests lautet: „an die Opfer des Nationalsozialismus“ (Antwort B).
Erklärung: Warum diese Antwort richtig ist
Die sogenannten Stolpersteine erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus. Es sind kleine Betonquader mit einer Messingplatte, die bündig in den Gehweg eingelassen werden – meist vor dem letzten selbst gewählten Wohnhaus eines Opfers. Die Inschrift beginnt mit „Hier wohnte …", gefolgt von Name, Geburtsjahr und Schicksal.
Das Projekt stammt vom Künstler Gunter Demnig und begann 1992. Inzwischen liegen über 100.000 Stolpersteine in mehr als 30 Ländern – es ist das größte dezentrale Mahnmal der Welt. Die Idee dahinter: Die Erinnerung soll nicht an einem zentralen Ort stattfinden, sondern mitten im Alltag, dort, wo die Menschen gelebt haben. „Stolpern" ist symbolisch gemeint – man stolpert mit dem Kopf und dem Herzen.
Gedacht wird nicht nur jüdischer Opfer, sondern auch Sinti und Roma, politisch Verfolgter, Menschen mit Behinderung, Homosexueller und Zeugen Jehovas.
Einordnung im offiziellen Fragenkatalog
Frage 206 ist die 103. von 184 Fragen im Themenbereich Staat & Ordnung und gehört zu den 300 allgemeinen Fragen des offiziellen Gesamtfragenkatalogs, aus denen 30 Ihrer 33 Prüfungsfragen zufällig ausgewählt werden.