Frage 164: Was passierte am 9. November 1938 in Deutschland?
Die richtige Antwort auf Frage 164 des Einbürgerungstests lautet: „Jüdische Geschäfte und Synagogen werden durch Nationalsozialisten und ihre Anhänger zerstört.“ (Antwort C).
Erklärung: Warum diese Antwort richtig ist
Am 9. November 1938 wurden in Deutschland jüdische Geschäfte und Synagogen durch Nationalsozialisten und ihre Anhänger zerstört. Diese Pogromnacht war ein vom Regime organisierter Gewaltausbruch: Synagogen brannten, Geschäfte und Wohnungen wurden verwüstet, über 90 Menschen ermordet und rund 30.000 jüdische Männer in Konzentrationslager verschleppt.
Die anderen Antworten nennen andere Ereignisse: • Angriff auf Polen / Beginn des Zweiten Weltkriegs – 1. September 1939. • Hitler wird Reichspräsident und verbietet alle Parteien – Hitler wurde im Januar 1933 Reichskanzler; das Parteienverbot folgte im Juli 1933. Reichspräsident und Kanzler in einer Person wurde er 1934 nach Hindenburgs Tod. • Wahlniederlage der Nationalsozialisten – hat es so nicht gegeben.
Der 9. November ist ein besonders vielschichtiges Datum der deutschen Geschichte: Novemberrevolution 1918, Hitlerputsch 1923, Pogromnacht 1938 und Mauerfall 1989.
Einordnung im offiziellen Fragenkatalog
Frage 164 ist die 90. von 184 Fragen im Themenbereich Staat & Ordnung und gehört zu den 300 allgemeinen Fragen des offiziellen Gesamtfragenkatalogs, aus denen 30 Ihrer 33 Prüfungsfragen zufällig ausgewählt werden.